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Nr. 120.08.2007Download: 
Bundeskanzlerin Angela Merkel dankt der Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie für ihre Arbeit

29. August 2008

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel besuchte während ihres Rundgangs durch die Ausstellung „Innovation in Deutschland“ am Tag der offenen Tür im Bundeskanzleramt (25. bis 26. August) den Stand der Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie (SDBI). Die gemeinnützige Stiftung fördert begabte und bedürftige Nachwuchskräfte in der Modebranche. Stellvertretend für alle Preisträger stellte die SDBI die Arbeit von Bianca Koczan den 38.000 Besuchern vor. Ihre Kollektion „Bekleidungswerk“ wurde 2006 unter 165 Bewerbern aus zehn Ländern mit dem ersten Preis des Europäischen Fashion Awards
der SDBI ausgezeichnet.

„Bekleidungswerk“ entstand als Diplomarbeit an der Hochschule für Kunst und Design Halle, Burg Giebichenstein. Die Arbeit thematisiert den Blaumann als „Tracht des sozialistischen Arbeitermilieus“ (Koczan). Entworfen wurden neben einer Kollektion für Frauen und Männer ein Geschäftsmodell mit Produktion und interdisziplinären Arbeitsstrukturen in Deutschland. Die authentische Prêt-à-porter Kollektion teilt sich in „Grau“ (Basics die Raum für individuelle Veränderungen lassen), „Print“ als plakativer Kontrapunkt sowie eine Taschen- und Kopftuchkollektion. Die Bekleidung wird geprägt durch ein umfassendes Konzept, welches in Form einer Zeitung das System der Mode hinterfragt.

Die Bundeskanzlerin war sichtlich beeindruckt, dass Bianca Koczan für ihre Arbeit nicht nur den ersten Preis der Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie 2006 gewann, sondern auch einen ersten Preis des Deutschen Studienpreises der Körber-Stiftung. „Sehr, sehr gut“, gratulierte Angela Merkel der jungen Modedesignerin aus Erfurt herzlich. „Ich danke Ihnen für Ihre Arbeit“, verabschiedete sich die Bundeskanzlerin von den Vertretern der Stiftung, Anja Ulrich und Joachim Schirrmacher.

Nach dem Besuch der Bundeskanzlerin stellte die SDBI ihre Arbeit auf der Bühne im Park des Bundeskanzleramtes den Besuchern vor. „Innovationen finden in Deutschland nicht nur in den großen Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Verbänden statt, sondern in großem Maße auch in der Kreativwirtschaft, wo einzelne Designer und kleine Teams unsere Zukunft mitgestalten, wie dies bei Bianca Koczans Label ‚vverk’ der Fall ist“, sagte Projektleiter Joachim Schirrmacher „und das weitgehend ohne Förderstrukturen“.
Moderator Ingo Hoppe und die Besucher waren von der Stärke der deutschen Mode überrascht: „Deutschland ist nicht nur der zweitgrößte Modemarkt der Welt. Hierzulande werden auch rund die Hälfte aller Modestudierenden Europas ausgebildet. Und in fast allen internationalen Modeunternehmen arbeiten Deutsche in Führungspositionen“, sagte Anja Ulrich vom Vorstand der SDBI. Das Fazit war für Moderator Ingo Hoppe klar: „Unser modisches Selbstbewusststein ist heute Nachmittag gestiegen.“

Die Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie
Die gemeinnützige „Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie zur Förderung der Ausbildung von Nachwuchskräften in der Modebranche“, so der offizielle Name, wurde vom Modeunternehmer Klaus Steilmann vor 30 Jahren gegründet. Sie verfolgt ausschließlich die Aufgabe einer zukunftsorientierten Förderung begabter und bedürftiger Nachwuchskräfte und übernimmt mit dem Europäischen Fashion Award „Fash“, sowie durch ihre Kommunikation und ihr Branchen-Netzwerk eine wegweisende Rolle für Design und Industrie. Der Preis wird mit einem jährlich wechselnden Thema unter 420 Schulen in 20 Ländern ausgelobt. Gefördert und gefordert wird konzeptionelles Arbeiten, da eine rein handwerkliche oder formalästhetische Produktgestaltung heute nicht mehr
ausreichend ist. Es geht immer weniger um Fragen der Form-, als der Sinngebung. Zu diesen Prozessen gehört – neben der sinnstiftenden Konzeption von Produkten – auch die Gestaltung von unternehmerischen Prozessen. „Eine integrierte Produktentwicklung, also die gleichzeitige Entwicklung von Produkten, Kommunikation und Distribution, ist heute entscheidend für einen anhaltenden Erfolg am Markt“, sagt Projektleiter Joachim Schirrmacher. Das Thema des Europäischen Fashion Awards „Fash“ für 2008 heißt „Attitude“. Aufgabe ist umwelt- und sozialgerechte Kleidung zu entwerfen, die sowohl einer ästhetischen als auch der ethischen Haltung Ausdruck verleiht.

Aus der Jurybegründung der Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie:
Die Arbeit von Bianca Koczan ist praxisnah und innovativ, interdisziplinär, vielfältig und kraftvoll sowie auf hohem internationalem Niveau. Bianca Koczan versteht Gestaltung nicht wie so oft als vordergründige Veränderung, sondern als Ausdruck ihrer Ethik und Strategie. Sie zeigt damit ein komplexes und sehr modernes Verständnis von Mode.
Jurymitglied Joachim Schirrmacher, Journalist und Designmanager

Aus der Laudatio des Deutschen Studienpreises:
Die Arbeit von Bianca Koczan stellt eine vorbildliche Verbindung von Theorie und Praxis zum Wettbewerbsthema der Vereinbarkeit von Arbeit und Leben dar. Diese Arbeit zeigt exemplarisch, wie Wissenschaft und Gestaltung intelligent verbunden werden können und setzt damit Maßstäbe – auch für die spezifische Sicht- und Herangehensweise des Designs in der Forschung.
Julian Nida-Rümelin, Staatsminister a.D. und Kuratoriumsvorsitzender des Deutschen Studienpreises

www.sdbi.de

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Herzlichen Dank für die Unterstützung durch die diese Präsentation erst möglich wurde:
ispo/Messe München GmbH, München
KaDeWe, Berlin
Loewe Galerie Berlin


Weitere Informationen, Interviewanfragen und Bildmaterial:

Joachim Schirrmacher
Projektmanager/Vorsitzender des Beirats
Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie
T +49 40 25 31 88 60
schirrmacher@sdbi.de

Sabine Kurz 
Marketing Communications Manager 
ispo Group 
T +49 89 494 20610 
kurz@ispo.com

 

Interview

 
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