Attention please!?
„Look – at – me!“ Celebrities suchen mit ihrem
Bling Bling Beachtung um fast
jeden Preis. Zugleich entstand durch das „Selling over
Stars“ der Yellow Press
eine an Quoten orientierte Geschmacksdiktatur. Es ist offensichtlich:
Glamour
hat Konjunktur. Früher galt: Wer ernst genommen werden will, tritt
zurückhaltend-seriös auf. Heute bestimmt die
„Ökonomie der Aufmerksamkeit“
immer mehr das Bild der Mode. Aus Charisma wurde Kommerz. Alles
schreit: Kauf mich! Doch Fragen bleiben: Was ist schön? Wann sehen
Menschen gut aus? Was macht Mode heute aus? Geht es um Identität
oder Status? Geht es um Umsatz, um Aufmerksamkeit, um Schönheit?
Gibt es noch Träume, Visionen? Haben edle Einfachheit und stille
Größe noch
eine Berechtigung? Kann Schönheit Trost spenden? Antworten auf
diese Fragen
sucht der European Fashion Award – FASH 2011 unter dem Titel
„Attention
please!?“.
Aufgabenstellung
1. Teil: Analyse Der erste Teil der einzureichenden Arbeit soll eine
eigenständige Analyse des
heutigen Bekleidungsverhaltens umfassen. Gefragt
ist der eigene Blick – ob auf der Straße oder in den Kleiderschränken. Die
Analyseergebnisse müssen durch eigene Fotos dokumentiert und ergänzt werden.
Medien wie Blogs und Modemagazine sind nicht zugelassen.
Erst im zweiten Schritt soll die eigene Analyse durch
Recherchen in entsprechenden Veröffentlichungen wie Marktstudien, Bücher oder
Aufsätze fundiert werden. Zudem soll mit eigenen Worten definiert werden was
Mode ist.
2. Teil: Konzeption Auf Basis der Analyse erfolgt die Konzeption einer
Kollektion zum Thema „Attention Please!?“. Gesucht werden
anspruchsvolle, also eigenständige und in sich stimmige Entwürfe. Sie können
marktnah sein, sollten dann aber mehr bieten als nur aktuelle Trends
abzubilden. Es bedarf dazu der Konzeption, Planung und Reflexion
gesellschaftlicher und wirtschaftlicher, kultureller und politischer Prozesse.
3. Teil: Entwurf
Basierend auf diesem fundierten Konzept soll der dritte Teil
der Arbeit die Ergebnisse in eine Kollektion mit mindestens fünf Outfits
übersetzen. Zur Jurierung sind zwei Outfits einzusenden. Die Wahl des
Segments (Geschäfts-, Freizeit- oder Sportkleidung) und Genre ist freigestellt.
Ergänzende Accessoires sind möglich. Auch ob es sich beim Entwurf um
Womenswear, Menswear oder Komplettkollektionen handelt, wird dem Teilnehmer
überlassen und ist abhängig von der Analyse. Eine Saisonvorgabe gibt es nicht.
Links zu...
TeilnehmerJuryPreiseTermineAnmeldeformularEinzureichende ArbeitRichtlinien