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Aufgabe des European Fashion Award „Fash 2008“ der Stiftung
der Deutschen Bekleidungsindustrie (SDBI) ist es, umwelt- und sozialgerechte
Kleidung zu entwerfen, die sowohl einer ästhetischen als auch ethischen Haltung
Ausdruck verleiht. Es gilt das Thema in seiner Vielschichtigkeit zu analysieren
und die Wechselwirkungen einzubeziehen. Einreichungen können von relevanten
Teillösungen bis hin zu realistischen Visionen reichen und auch postindustrielle
Strategien umfassen. Da nachhaltige Lösungen viel umweltwissenschaftliches
Know-how benötigen, sind interdisziplinäre Einreichungen ausdrücklich erwünscht.
1. Teil: Analyse Der erste Teil
der einzureichenden Arbeit soll eine eigenständige Analyse der Herstellung von
Mode und/oder dem Markt für umwelt- und sozialgerechte Kleidung umfassen.
Aufgrund der Vielfalt der Thematik mit seinen zum Teil gegensätzlichen
Anforderungen soll ein eigener Standpunkt erarbeitet und begründet werden. Die
zahlreichen Wechselwirkungen sollen dabei berücksichtigt werden. Die
Analyseergebnisse müssen durch eigene Beobachtungen und Fotos dokumentiert und
ergänzt werden. Die eigene Analyse soll fundiert werden durch eine Recherche
entsprechender Veröffentlichungen wie Marktstudien, Bücher oder Aufsätze.
2. Teil: Konzeption Auf Basis der Analyse erfolgt
die Konzeption eines Entwurfs zum Thema „Attitude“. Gesucht werden
anspruchsvolle, also eigenständige und in sich stimmige, aber marktnahe (was
nicht bedeutet Trends zu folgen) Entwürfe. Es bedarf dazu der Konzeption,
Planung und Reflexion gesellschaftlicher und wirtschaftlicher, kultureller und
politischer Prozesse sowie die Berücksichtigung ökologischer und technischer
Daten.
3. Teil: Entwurf Basierend auf diesem
fundierten Konzept soll der dritte Teil der Arbeit die Ergebnisse in eine
Kollektion mit mindestens vier Outfits übersetzen. Zur Jurierung ist ein Outfit
einzusenden. Die Preisträger verpflichten sich, spätestens bis zum 25. Januar
2008 fehlende Outfits anzufertigen und zur Preisverleihung nach München
mitzubringen. Ausgestellt wird die komplette Kollektion. Die Wahl des
Segments (Geschäfts-, Freizeit- oder Sportkleidung) und Genre ist freigestellt.
Ergänzende Accessoires sind möglich. Auch ob es sich beim Entwurf um Womenswear,
Menswear oder Komplettkollektionen handelt, wird dem Teilnehmer überlassen und
ist abhängig von der Analyse. Eine Saisonvorgabe gibt es nicht. Aufgrund der
Thematik sind alternativ auch theoretische Arbeiten möglich, die relevante
Teillösungen oder postindustrielle Strategien aufzeigen. Deren Umfang sollte in
angemessener Relation zum Aufwand der Modeentwürfe stehen. Zu berücksichtigen
ist, dass theoretische Arbeiten sich nur schwer bei einer Preisverleihung
präsentieren lassen. Die Umsetzung eines Modells oder die Zusammenarbeit mit
anderen Gestaltern wird daher empfohlen.
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