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Aufgabe
Ein Blick in die Straßen zeigt, dass sich das Kleidungsverhalten grundlegend verändert: Fleecewesten im Büro, Cargohosen zum Kundentermin, Hardshells auf dem Weg in die Oper. Und der Sneaker hat den Halbschuh schon längst verdrängt.
Ist Sport einfach nur in Mode oder steckt mehr dahinter? Was passiert hier und warum? Was sind die Wurzeln des dynamischen Modesegments „sports inspired fashion“?
1. Teil: Analyse
Der erste Teil der einzureichenden Arbeit soll eine eigenständige Analyse dieses veränderten Kleidungsverhaltens beinhalten. Anhand einer selbst gewählten Zielgruppe sollen Fragen beantwortet werden wie: „Wie lebt diese Gruppe heute?“, „Wie zufrieden ist sie mit ihrer Kleidung?“, „Wie und warum integrieren sie Sportkleidung in ihren Alltag?“, „Wo oder zu welchen Anlässen wird Sportmode angezogen?“, oder auch „Wie präsentiert sich sports inspired fashion im Handel?“. Die eigenen Analyseergebnisse sollen ergänzt werden durch eine Recherche entsprechender Veröffentlichungen wie Marktstudien, Büchern oder Aufsätzen.
Neben empirischen Methoden der qualitativen Sozialforschung, wie teilnehmende Beobachtung, Einzelfallstudie oder Interviews sind hierfür unter anderem designspezifische Tools wie Fotos, Collagen oder Moodboards gegeignet.
2. Teil: Konzeption
Auf Basis der Analyse erfolgt die Konzeption eines Entwurfs zum Thema „sports inspired fashion“. Ob der Entwurf marktnah oder zukunftsweisend ist, bleibt dem Teilnehmer überlassen. Gefragt ist der eigenständige und in sich stimmige Entwurf.
3. Teil: Entwurf
Basierend auf diesem fundiertem Konzept soll der dritte Teil der Arbeit die Ergebnisse wahlweise in ein Outfit oder eine Kollektion übersetzen.
Das Design der Outfits soll Sport und Style in einer Art und Weise zu einem Look vereinen, der die Kunden in ihren emotionalen und funktionalen Bedürfnissen ernst nimmt. Ob es sich beim Entwurf um Womenswear, Menswear oder Komplettkollektionen handelt wird dem Teilnehmer überlassen und ist abhängig von der analysierten Zielgruppe. Eine Saisonvorgabe gibt es nicht.
Weitere Informationen zur Ausschreibung

Teilnehmer
Der Wettbewerb wendet sich an besonders begabte Designstudenten aller Gestaltungsdisziplinen, insbesondere aus den Bereichen Textil- und Modedesign. Teilnahmeberechtigt sind Studierende ab dem 4. Semester die aktuell an einer europäischen Hoch- oder Modeschule eingeschrieben sind.
Die Arbeiten sollten für diesen Wettbewerb erarbeitet werden. Es können Arbeiten von Einzelpersonen oder, was besonders erwünscht ist, von interdisziplinären Teams und/oder Kooperationen mit Unternehmen eingereicht werden. Ebenfalls Vordiplom- und Diplomarbeiten, wenn sie der Aufgabenstellung entsprechen und im Jahr 2004 erstellt wurden. Die eingereichten Arbeiten sollen bislang noch nicht veröffentlich worden sein.


Jury
Eine Jury aus international erfahrenen Experten aus Design, Industrie, Marketing, Medien und Handel wählt nach festgelegten Kriterien die Preisträger aus. Die Entscheidung der Jury ist juristisch nicht anfechtbar.

Jury 2005
Lewis Grundy, Produkt- und Marketing-Direktor, Berghaus
Marcel Herrig, Unicut Design Office
Ulrike Proß, Marketing, The North Face
Joachim Schirrmacher, Chefredakteur, Style in Progress
Danielle Sellwood, Active Market Editor, WGSN
Martin Trautmann, Geschäftsführer des Shop Boarders in München


Bewertungskriterien
Die Arbeiten werden nach folgenden Kriterien bewertet:

  • Gesamtkonzept (Analyse, Strategie, Interdisziplinarität)
  • Innovation/Vision (Verbindung von Sport und Style, technologische Impulse)
  • Technische und gestalterische Umsetzung (Qualität der Zeichnung, Präsentation, Verarbeitung, Passform, Farbkonzept, Materialauswahl)
  • Einsatzbereich, Funktionalität, Gebrauchswert

Preise
Der „sports inspired fashion award“ ist mit Geldpreisen in Höhe von 7.000 Euro dotiert.

1. Preis: 4.000 Euro
2. Preis: 2.000 Euro
3. Preis: 1.000 Euro

Ausgelobt sind zudem mit 500,00 Euro/Monat vergütete Praktikumsplätze bei Berghaus (Outdoor Kleidung, Rücksäcke, Schuhe) in Sunderland, England, Tommy Hilfiger Sport in Amsterdam, Niederlande, und bei Girbaud Active in Kitzbühel, Österreich.

Das beste Portfolio wird auf der WGSN Webseite präsentiert.

Der Jury ist es freigestellt, die Preisgelder anders zu verteilen. Darüber hinaus kann die Jury weitere Entwürfe mit Annerkennungen vergeben, welche nicht unbedingt mit einer Preissumme verbunden sind.

Dank der Unterstützung durch die ispovision erhalten die Preisträger weitere Kommunikationsleistungen:

  • Messestand/Ausstellungsfläche
  • Preisverleihung/Show, Pressekonferenz
  • Integration in die Ispo-Kommunikationsmittel (Daily News, Magazine, Newsletter)
  • Publikation im Internet, inklusive einer Präsentation auf der Award-Webseite, so wie einem Link zur eigenen Webseite (soweit vorhanden)
  • Pressemitteilung an über 2.000 internationale Journalisten
  • Präsentation auf der Mediendatenbank der ispo

Sie erhalten so die Möglichkeit sich den rund 55.000 Fachbesuchern und über 2.000 internationalen Journalisten der ispo zu präsentieren.

Alle Teilnehmer können sich ab dem 15. Dezember für den kostenlosen Besuch der Preisverleihung und der Messen ispovision und ispo anmelden: visit.ispo@stiftung-bekleidungsindustrie.de

Preisverleihung und Ausstellung
Die Preisverleihung findet im Rahmen der ispovison vom 6. bis 9. Februar 2005 in München statt.

Die Gewinner reisen auf eigene Kosten. Die Übernachtung vom 6. bis 9. übernimmt die Messe München. Bei einer Gruppe werden die Kosten für ein Doppelzimmer für 2 Personen übernommen.
Die Bewerber verpflichten sich, im Falle eines Preises persönlich an der Preisverleihung in München teilzunehmen. Der genaue Termin wird rechtzeitig mitgeteilt.


Termine

  • Anmeldeschluss: 17. Dezember 2004
  • Einsendeschluss ist der 11. Januar 2005 (Datum des Poststempels)
  • Die Jurysitzung findet voraussichtlich am 18. Januar 2005 statt.
  • Die Benachrichtigung aller Teilnehmer erfolgt im Januar.
  • Preisverleihung und Ausstellung: Im Rahmen der ispovision vom 6. bis 9. Februar 2005

Statement

Neue Realitäten
Mode ist ein guter Indikator für gesellschaftliche Veränderungen. Die derzeitige "Sportfashion" - ob Escada Sport oder die angekündigte Kollektion von Stella McCartney für Adidas - zeigt eine dynamischere und funktionellere Bekleidung. Sie nimmt damit den grundlegenden Wandel unserer Gesellschaft vorweg. Ja, es scheint in einem Ausmaß zu geschehen der sich mit gesellschaftlichen Sprüngen wie denen des Biedermeiers, des Bauhauses oder der 68er Bewegung vergleichen lässt. Mit dem Aufkommen der Jeans starb vor 30 Jahren immerhin eine ganze Industrie, die heutigen Klassiker, die derzeit massiv an Umsatz verlieren, entstanden.
"Sportfashion" wird jedoch, bis auf wenige Ausnahmen, nur oberflächlich, dekorativ umgesetzt. Die enormen Veränderungen im Bekleidungsverhalten der Kunden werden nicht ernst genommen. Sich darauf einzustellen, würde allerdings bedeuten, das eigene Selbstverständnis neu zu definieren. Sich so auf die Zukunft einzustellen ist schmerzhaft. Hinzu kommt, dass es nicht leicht ist zwei Welten, die bislang kaum etwas miteinander zu tun hatten, zusammenzuführen: Die Welt der Mode, des Styles und der Optik sowie die Welt von Schweiß und Funktion. Die Anforderungen an die Modedesigner haben also enorm zugenommen.
Die Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie stellt mit seiner diesjährigen Ausschreibung diese neuen Realitäten in den Mittelpunkt. Ich begrüße deren Engagement daher sehr, weil sie den Studierenden hilft, sich auf die Zukunft einzustellen. Ich wünsche der Stiftung eine nachhaltige Unterstützung durch die Industrie. Und ich wünsche allen Teilnehmer gute Erkenntnisse, hervorragende Entwürfe und natürlich viel Erfolg!

Elke Giese
Leitung Mode, Deutsches Mode Institut

Partner

 

 

 

 

 

 

    

       

 

       

 

       

 
 
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