Grußwort – Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie

Der European Fashion Award FASH zählt zu den international bedeutendsten Förderpreisen. Das Besondere: Er ist kein Marketinginstrument von Unternehmen, für Produkte oder Standorte, im Mittelpunkt steht vielmehr die Unterstützung von Studierenden.

Mentoren

An Designer werden hohe Anforderungen gestellt. Entsprechend schwierig ist der Karrierestart. Der European Fashion Award FASH hat vielen Preisträgern Türen geöffnet. Seit Jahren begleiten wir unsere Preisträger intensiv. Mit unserem Mentorenprogramm formalisieren wir dies Angebot und weiten es aus. „Unser Ziel ist es, die Preisträger so gut es uns möglich ist auf dem Arbeitsmarkt zu unterstützen“, sagt Direktor Joachim Schirrmacher.

Oft haben Mentoren viele Jahrzehnte Berufserfahrung. Wir gehen einen neuen Weg. Unsere Mentoren sind junge Designer mit drei bis fünf Jahren Berufserfahrung, oft ehemalige Preisträger der SDBI. So können sie effektiv helfen, sind aber noch nahe an der Situation von Studierenden und Absolventen. So kommen sie auf Augenhöhe ins Gespräch kommen und mit Rat und Tat zur Seite stehen: „Wie hast Du das gemacht?“.

Die Mentoren bewerten die Fragen aus ihrer Erfahrung und schaffen bei Bedarf den Kontakt zur Jury, dem Beirat und dem Freundeskreis.

Beim ersten Mentorentag im November 2014 lernten sich Preisträger und Mentoren kennen und wählten ihren Paten.

Ziele

Portfolioberatung
Einblicke in die Praxis
Impulse die richtige Prioritäten zu setzen
Kontakte zu bisherigen Preisträgern, Unternehmen, Stofflieferanten, Fotografen, etc.
Tipps: Ob Styling der Kollektion der Entwürfe in Zahlen und Tabellen übersetzen

Mentoren

sdbi-mentorentag2014-es--130Joel S. Horwitz
Leiter Mentorenprogramm

sdbi-mentorentag2014-es--124Mads Dinesen
Designer

sdbi-mentorentag2014-es--120Arnold Gevers
Dozent, Mediadesign Hochschule
FASH 2007

sdbi-mentorentag2014-es--138Kim Pöhland-Block
Lead Designer Womenswear Mint & Berry
zLabels

sdbi-mentorentag2014-es--134Helge-Christian Schmidt
Senior Creative Manager Boss Womenswear
Hugo Boss

sdbi-mentorentag2014-es--129Mi-kyong Yeom
Senior Creative Manager Boss Womenswear
Hugo Boss
FASH 2007

Freundeskreis

Der Freundeskreis trägt mit seiner ideellen und materiellen Unterstützung dazu bei die Arbeit der SDBI auszuweiten. Denn die Mittel der Stiftung gehen laut der Satzung von 1978 ausschließlich an die Studierenden. Zudem hilft der Freundeskreis das Netzwerk  zwischen Studierenden, Hochschulen, Unternehmen und Design zu erweitern.

Die Mitglieder

Freitag

Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie e.V.

WallDecaux

Beirat

Joachim Schirrmacher, (Vorsitzender) Creative Consultant, Berlin

Margareta van den Bosch, Creative Adviser, H & M – Hennes & Mauritz, Stockholm

Dr. Adelheid Rasche, Leiterin der Sammlung Modebild – Lipperheidesche Kostümbibliothek, Kunstbibliothek Staatliche Museen zu Berlin

Michael Sontag, Designer, Berlin

Robb Young, Fashion Journalist and Consultant, London

Team

Ruth Emblin, Übersetzungen
Constanze Fuchs, Organisation
Tobias Gröber, Vorstandsvorsitzender
Natalie Langenecker, Organisation
Christof Nardin, Gestaltung
Joachim Schirrmacher, Art-Direction, Direktor
Anja Ulrich, Stell. Vorstandsvorsitzende

Stiftungsvorstand

Vorsitzender
Tobias Gröber, Geschäftsbereichsleiter Konsumgütermessen, Messe München GmbH

Stellvertretende Vorsitzende
Anja Ulrich, Syndikusrechtsanwältin, Messe München GmbH

Die Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie

Aufgabe und Ziele
Die gemeinnützige Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie, kurz SDBI, verfolgt die Aufgabe einer zukunftsorientierten Nachwuchsförderung. Durch ihren European Fashion Award FASH, ihre Kommunikation, Publikationen und ihr umfangreiches Branchen-Netzwerk übernimmt die SDBI eine wegweisende Rolle für Studierende, Design und Industrie.

Wir glauben: Im Gegensatz zur Massenproduktion der globalisierten Welt hat Mode nur auf höchstem gestalterischen und handwerklichen Niveau eine europäische Zukunft. Gesucht werden Designer die der Mode eine Identität verleihen. Es geht folglich immer mehr um Fragen der Sinn- als der Formgebung. Um ihre Ausstrahlung vom Entwurf bis zum Geschäft zu bewahren, ist ein strategisches Designmanagement, also die gleichzeitige Entwicklung von Produkten, Kommunikation und Distribution, entscheidend für einen anhaltenden Erfolg am Markt. Dies muss Eingang in die Ausbildung finden.

Im Mittelpunkt stehen die Studierenden
Es gibt eine Vielzahl von Modewettbewerben. Der European Fashion Award FASH zählt aufgrund seiner Tradition und strikt fachlichen Ausrichtung, der anspruchsvollen Aufgabenstellung, der internationalen Jury und dem aufwendigen Auswahlprozess anhand eingereichter Kleider, seiner Dokumentation und nicht zuletzt dem Werdegang seiner bisherigen Preisträger, zu den international bedeutendsten Förderpreisen für Modestudenten.

Er ist kein Marketinginstrument von Unternehmen, für Produkte oder Standorte, sondern im Mittelpunkt stehen die Unterstützung der Studierenden und die Präsentation ihrer Arbeiten.
Entscheidend für die SDBI sind die fairen Teilnahmebedingungen des European Fashion Award FASH entsprechden den Standards des International Council of Societies and Industrial Design (ICSID) und dem Verband der Industrie-Designer (VDID).

Viele Modepreise bewerten oft nur das Ergebnis. Der European Fashion Award FASH will weit mehr. Er fordert die besten der Besten heraus. Gesucht werden nicht fertige Kollektionen, sondern unter einem jährlich wechselnden Thema Arbeiten, die soziale, wirtschaftliche sowie kulturelle und politische Prozesse reflektieren. Gesucht wird Mode, die über die Saison hinaus Bestand hat, starke Konzepte und eine Präsention, welche die Recherce und Designprozess dokumentiert. So lernen Studierende ihre Entwürfe auch außerhalb des Designs zu verteidigen.

Eine Jury international erfahrener Experten aus Design, Industrie, Handel, Kommunikation und Medien wählt nach festgelegten Kriterien die Preisträger aus. Sie bewerten in einer zweitägigen Jurysitzung die Arbeiten. Dabei wird jedes Kurzkonzept gelesen und die Kollektionen an Models beurteilt. DIe Jurybegründungen werden an vielen Hochschulen in der Lehre eingesetzt.
Die Dokumentationen der Preisträger werden in das SDBI-Archiv aufgenommen, welches in der Lipperheideschen Kostümbibliothek, Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin beheimatet ist.

Mehr als eine Auszeichnung
Der European Fashion Award FASH ist mit Preisen in einem Gesamtwert von über 80.000 Euro dotiert. Neben dem Preisgeld, einem grafisch anspruchsvollen Katalog und der Ausstellung auf der ISPO MUNICH sind Fotoaufnahmen wesentlicher Teil des Preises. Sie werden mit renommierten Modefotografen wie Christin Losta, München (2009); Roderick Aichinger, New York (2010) und 
Gregor Hohenberg, Berlin (seit 2011) realisiert.
Bedeutender als alle Preise ist für die Preisträger die offizielle Wertschätzung durch die Experten der Jury. Die Stärkung des Selbstbewusstseins der Gewinner, ist daher einer der bedeutendsten Erfolge des European Fashion Award FASH. Wichtig für die weitere Karriere der Preisträger ist auch das SDBI-Netzwerk aus Hochschulen, Messen, Medien, Handel und Unternehmen.

Die Erfolge
Durch die Öffentlichkeitsarbeit der SDBI erscheinen die Gewinner in führenden in- und ausländischen Zeitungen, im Internet, in der Fachpresse, in Talkshows und anderen Fernsehsendungen. Daneben präsentiert die SDBI ihre Arbeit und ihre Preisträger regelmäßig auf Tagungen und Ausstellung, wie beispielsweise im Bundeskanzleramt, dem Auswärtigen Amt oder im Hamburger Warenhaus Alsterhaus.
Die Preisträger der SDBI arbeiten bei renommierten Unternehmen wie Adidas, Akris, Craft, Esprit, John Galliano, Girbaud, Hugo Boss, Quiksilver, Puma, Schumacher, Strenesse, für Designer wie Lala Berlin, Ross Lovegrove, Antonio Marras, Vivienne Westwood oder Bernhard Willhelm – teilweise bereits als Chef- oder Seniordesigner.

Ausgezeichnete Gestaltung
Die Gestaltung von Plakat, Katalog, Stand und Webseite reflektiert diesen Anspruch und wurde selber schon mehrfach ausgezeichnet; so mit dem Joseph Binder Award, Bronze (2006) oder der Nominierung zum „Designpreis 2008 der Bundesrepublik Deutschland“. Der Auftritt der SDBI wird verantwortet vom Bureau Joachim Schirrmacher, Berlin und Christof Nardin, Bueronardin, Wien.

Unsere Geschichte
Die „Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie zur Förderung der Ausbildung von Nachwuchskräften in der Modebranche“, so der offizielle Name, wurde 1978 gegründet. Es ist eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des Bürgerlichen Rechts mit Sitz in München. Ihr Zweck ist die Förderung der Ausbildung von bedürftigen und begabten Nachwuchskräften in der Modebranche.
Die Stitftung wurde von Prof. Dr.-Ing. h.c. Klaus Steilmann – damals Europas größter Hersteller von Damenmode – gegründet. Der Modepreisträger des Jahres 1977 der Landeshauptstadt München hatte mit seinem Preisgeld die Stiftung ins Leben gerufen. Mit dem Unternehmen „Steilmann“ gibt es keinerlei Verbindungen.
Die finanzielle Förderung der Stiftung wurde bis 2005 im kleinen Kreis direkt an begabte Studierende vergeben. Es gab so gut wie keine Öffentlichkeitsarbeit oder weiterführende Unterstützung.
In einer Rechtsnachfolge hat die Messe München 1996 die Geschäftsführung der Stiftung pro bono übernommen. 2004 fand eine Neuausrichtung statt um sich den Herausforderungen der globaleren, schnelleren und immer komplexeren Modewelt zu stellen. Die Messe München beauftragte damit den Creative Consultant Joachim Schirrmacher, Berlin. Seit 2005 lobt die SDBI den European Fashion Award FASH unter einem jährlich wechselndem Thema aus, seit 2011 weltweit.
Die Stiftung wurde von der Standortinitiative der Bundesregierung und der Deutschen Wirtschaft „Deutschland – Land der Ideen“, als „Ausgewählter Ort 2008“ geehrt. In der Laudatio heißt es: „Visionen, Kreativität und Leidenschaft, das sind die Komponenten, mit denen SDBI nachhaltige Signale für die Zukunft in der sonst so schnelllebigen Modewelt setzt.“

Der Gründer der Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie

Der Stifter der Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie, Prof. h.c. Dr.-Ing. h.c. Klaus Steilmann (1929 – 2009) war eine der prägenden Persönlichkeiten der deutschen Wirtschaft. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er als Präsident des Fußballvereins SG Wattenscheid 09 bekannt. Unter dem Motto „Mode für Millionen, nicht für Millionäre“ wuchs das 1958 gegründete Unternehmen schnell – und wurde Mitte der 1980er Jahre Europas größter Bekleidungshersteller. 1991, auf ihrem Höhepunkt, beschäftigte die Steilmann-Gruppe 18.000 Mitarbeiter und realisierte einen Umsatz von 1,88 Milliarden D-Mark. Klaus Steilmann belieferte Handelshäuser wie C&A, Peek&Cloppenburg, Karstadt, Kaufhof oder Marks & Spencer, verkaufte aber auch unter seinem eigenen Namen. So kooperierte er mit Karl Lagerfeld. 1999 zog sich Klaus Steilmann vom Vorstandsvorsitz des Unternehmens zurück. Die von der Insolvenz bedrohte Steilmann-Gruppe wurde 2006 von dem italienischen Modekonzern Radici übernommen.

Herausfordernde Persönlichkeit
Klaus Steilmann war in vorbildlicher Weise und im eigenen Sinne des Wortes Unternehmer. Seine herausfordernde Persönlichkeit war weit über das Unternehmen hinaus prägend. Er setzte sich für die Verbindung von Ökonomie, Ökologie und Sozialem ebenso ein wie für erstklassige Bildungsund Ausbildungschancen. Klaus Steilmann war überzeugt, dass eine Gesellschaft auch Menschen braucht, welche die Dinge gegen den Strich bürsten. Sein Credo: „Nicht die Gesellschaft ist dem Menschen verpflichtet, sondern der Mensch der Gesellschaft“.

Förderung des Nachwuchs
In diesem Sinn hat Klaus Steilmann 1978 die Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie ins Leben gerufen mit dem Zweck, die Ausbildung von bedürftigen und begabten Nachwuchskräften in der Modebranche zu fördern. Seither hat es die SDBI ermöglicht, dass zahlreiche junge Menschen in der Branche, die Klaus Steilmann so wichtig war, eine Chance erhalten. Damit hat Klaus Steilmann über sein ursprüngliches Wirken hinaus einen nachhaltigen Impuls zur Weiterentwicklung der Mode, wie wir sie heute und auch noch in Zukunft erleben dürfen, gesetzt. Über die SDBI hinaus arbeitet er seit 1990 eng mit wissenschaftlichen Einrichtungen an industriepolitischen, ökologischen und ökonomischen Fragen. Er engagierte sich für die Universität Witten-Herdecke und das Zentrum für Unternehmertum und Managemententwicklung an der
Moskauer Lomonossov-Universität. Zudem war Klaus Steilmann ein verständnisvoller Förderer zahlreicher Menschen die sich direkt an ihn wandten und ermöglichte zum Beispiel ein Master-Studium am Central Saint Martins College of Art and Design, London.

Nachhaltige Mode
Klaus Steilmann begann 1989 aus persönlicher Überzeugung mit systemübergreifenden und vernetzten Lösungsansätzen zur Reduktion der Umweltbelastungen in seinem Unternehmen. Es umfasste u.a. die Entwicklung ökologischer Qualitätsstandards, ein Umweltmanagement-Konzept, Öko-Audits, weltweite Umweltschulungen der Lieferanten, Produkte aus pestizidfreier Schurwolle, chlorfreier Viskose und Hanf, die Kollektion mit geprüften UV-Lichtschutzfaktor „Fun in the Sun“ oder die umweltverträgliche Kollektion „Britta Steilmann – It’s one world“. Auch hier ging es Klaus Steilmann nicht um elitäre Biobekleidung für Millionäre, sondern um gesunde und umweltverträgliche Kleidung für Millionen. Ferner stiftete Klaus Steilmann den Lehrstuhl für Umweltpolitik an der Privatuniversität Witten- Herdecke und gründete 1991 das Klaus Steilmann Institut für Innovation und Umwelt. Zahlreiche Studien z.B. zu kompostierbarer Kleidung oder Forschungsprojekte wie „Von der Ökonische zum ökologischen Massenmarkt – Ecological Mass Textiles“ (hier stand die Entwicklung von ökologisch optimiertem Polyester im Vordergrund) wurden durchgeführt. Zudem nutze er seine Funktion als Präsident der European Largest Textile and Apparell Companies (ELTAC) und später der EURATEX (The European Apparel and Textile Organisation) um Umweltstandards durchzusetzen. Klaus Steilmann gehört damit – mit Heinz Hess (Hess Nature) und Dr. Michael Otto (Otto-Group) – zu den prägenden Pionieren unseres Landes die sich für nachhaltiges Wirtschaften einsetzten und weltweit die entsprechenden Grundlagen legten.

Aufgrund seines Engagements wurde Klaus Steilmann vielfach ausgezeichnet:
1977 Modepreis der Stadt München
1984 Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland
1992 Aufnahme in den Club of Rome
1993 Ehrendoktorwürde der Universität Witten-Herdecke
1994 Ehrenpreis zum deutschen Kulturpreis
1999 Deutscher Umweltpreis

Klaus Steilmann — 380 Umsatzmillionen angepeilt

ür München – Als Prototyp des modernen Unternehmens, der im internationalen Maßstab richtungsweisend für die Bekleidungsindustrie geworden sei und die Mode für Verbraucher mit kleinem Geldbeutel umgesetzt habe, stelle Modewochen-Direktor Alfred Wurm den Träger des Modepreises 1977 der bayrischen Landeshauptstadt, Klaus Steilmann, der Presse vor.

Die soziale Komponente in der unternehmerischen Konzeption Steilmanns war nach den Worten von Bürgermeister Gittel entscheidend für die Vergabe des Preises, den die Stadt München zum 10. Mal verlieh. Die Wahl Steilmanns im Münchener Stadtrat als dem zuständigen Beschlussgremium erfolgte einstimmig. Sie findet auch die volle Zustimmung des Textileinzelhandels. Denn Klaus Steilmann hat, wie Otto Büchler als Verbandspräsident sagte, den Fachhandel immer wieder durch modische Schnellschüsse mit neuen Ideen versorgt. Für Klaus Steilmann selbst schließt sich damit ein Kreis, denn in München gelang ihm vor Jahren der große Durchbruch. Er habe, wie er auf Fragen der Journalisten erklärte, nicht den Ehrgeiz, zu den Initiatoren der Mode zu gehören, vielmehr wolle er die Wünsche der Verbraucher nachvollziehen. Seine sieben Firmen mit 23 Betrieben bemühen sich bei differenziertem Angebot um eine einheitliche Aussage.
Durch eine weit über den üblichen Rahmen hinausgehende Beteiligung leitender Mitarbeiter am Erfolg, hat er diese zu einem einsatzfreudigen Team zusammen-
geschweißt, das sich darauf versteht marktnahe Kollektionen zu machen. Seit 1961 werden zudem 25% des Gewinns an die gewerblichen Mitarbeiter ausgeschüttet. Dabei sind für die Aufschlüsselung persönliche Leistung und die Anwesenheit entscheidend.
In Steilmanns Konzept hat die Auftragsvergabe in Niedrigpreisländer nur einen beschränkten Stellenwert. Sie dient zu Abrundung des Angebots in den unteren Preisklassen und macht etwa 10% des Gesamtumsatze aus. In den Ländern der dritten Welt läßt Steilmann nur die sogenannte „sichere Mode“ fertigen.
In diesem Jahr erwartet Klaus Steilmann für seine Unternehmensgruppe einen Gesamtumsatz von 380 Millionen DM bei einem Preisanstieg von etwa 4%. Er geht davon aus, daß seine Kapazitäten bis Ende November ausgelastet sein werden. Nach Investitionen von 5 Millionen DM im Vorjahr sind in 1977 rund 4 Millionen vorgesehen.

TextilWirtschaft, 14.4.1977
Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung Deutscher Fachverlag